

- Material: Silber, Gold, Emaille
- Größe: 81 bis 93 mm
- Gewicht: ca. 51 bis ca. 100 g
Der Herzoglich Sachsen-Ernestinische Hausorden wurde am 25. März 1833 gemeinsam durch die 3 Herzöge Ernst I. von Sachsen-Coburg-Gotha, Friedrich von Sachsen-Altenburg und Bernhard Erich Freund von Sachsen-Meiningen gestiftet. Der Orden hatte anfangs 4 Klassen: Großkreuz, Komtur 1.Klasse, Komtur 2.Klasse und Ritter. Die Devise des Ordens war „Fideliter et constanter“ Treu und beständig. Das Großkreuz des Ordens, als höchste Klasse, wurde an In-und Ausländer verliehen. Die Prinzen der 3 Herzogtümer waren geborene Großkreuze und traten mit 18 Jahren in den Orden ein. Großkreuze erhielten außerdem Fürstlichkeiten befreundeter Länder. Personen die nicht adelig waren konnten ebenfalls ausgezeichnet werden wenn sie wenigstens im Stand eines Wirklichen Geheimrates oder eine vergleichbare Stellung inne hatten. Die Anzahl der Großkreuze für Inländer war auf 3 für jedes Herzogtum begrenzt, ausgenommen das Herrscherhaus. Für Ausländer bestand keine Limitierung. Die Verleihung erforderte jedoch die Zustimmung von mindestens 2 Herzogtümern. Bis 1864 waren die Kreuze durch Buchstaben auf dem oberen Kreuzarmen gekennzeichnet. F für Altenburg, E für Gotha und B für Meiningen. Ausländer erhielten Kreuze ohne Eichenlaubkranz bzw. Lorbeerkranz um das Medaillon.
Die Bruststerne der Großkreuze variieren stark in Größe und Gewicht. Der Sternenkorpus kann glatt und brilliantiert ausgeführt sein. Unterschiede finden sich auch in der Gestaltung des Kreuzes. (Hier mit breitem Rand) Das Mittelteil kann fein gekörnt sein oder wie hier mit Strahlenkranz im Hintergrund. Der Eichenlaubkranz kann auch 6-mal kreuzweise gebunden sein. (Hier nicht) Für Kriegsverdienst wurden Bruststerne mit gekreuzten Schwertern durch die Mitte verliehen. Weitere Erweiterungen waren Bruststerne mit Brillianten und aufklappbarem Medaillon und 1935 Schwerter am Ring. Frühe Hersteller der Bruststerne waren Bury & Leonhard aus Hanau und wohl auch Fa. Fischer & Consorten. Ein anderer bekannter Hersteller war J.Godet & Sohn aus Berlin. Der Hausorden wurde nach 1919 bis 1935 durch Herzog Carl Eduard von Sachsen Coburg-Gotha weiter verliehen. Insgesamt wurden ca. 270 Großkreuze verliehen. Quelle: J. Nimmergut, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Bd. III, 1999.
Achtstrahliger Bruststern. Der Sternenkorpus besteht aus 8 Strahlenbündeln. Die senkrechten und waagerechten Strahlenbündel sind vergoldet, die diagonalen Strahlenbündel sind silbern. Aufgelegt und vernietet ein goldenes, emailliertes Ordenskreuz. Die Rückseite ist glatt, silbern mit senkrechter Anstecknadel mit Gegenhaken. Mittig eine runde Abdeckplatte mit Herstellerbezeichnung darauf. Hier seitlich noch 2 zusätzliche Tragehaken.
Vorderseite:
Rückseite:
Bilder von www.Wöschler-Orden.de